// Hard Enduro World Championship Round 2 - XL Lagares Portugal
Hard Enduro World Championship Round 2 - XL Lagares Portugal
Drei Tage Hard Enduro WM liegen hinter mir.
Der zweite WM-Lauf hatte alles dabei: Starkregen, brutale technische Sektionen, endlose Strecken und jeden Tag 6+ Stunden auf dem Bike. Körperlich und mental definitiv eines der härtesten Rennen bisher.
Leider lief nicht alles nach Plan:
Tag 1 – kaputte Vorderbremse & Spritprobleme im Wald
Tag 2 – Kühler zerstört
Tag 3 – endlich durchgefahren, trotz kleiner Defekte und fester Bremse. Vieles konnte ich direkt unterwegs beheben.
Tag 1: leider hat mich meine versprochene Assistenz im Stich gelassen. Ich startete mit gutem Gefühl in den ersten Fahrtag - 60km waren zu bewältigen. Bei ca. der Hälfte war die Service Zone. Dort war 10 min Pflichtpause. Tanken, etwas Essen und Wasser nachkippen - das war zumindest mein Plan.
Leider war meine Assistenz nicht wie besprochen vor Ort. Somit musste ich weiterfahren. Ohne zu tanken. Natürlich kam ich nicht weit. Verärgert saß ich im Wald. Zum glück kam jemand, den ich kannte. Er gab mir Benzin. Die Frage war nur: wie bekomme ich das Benzin von seinen in meinen Tank?
Ich habe von meinem Trinkrucksack den schlauch abgeschnitten und mal kräftig "anzuzelt"... hier die Erkenntnis: Benzin schmeckt nicht! Den Spaß musste ich 2 weitere Male machen. Leider hat mich das viel Zeit gekostet. Ich habe gefinisht, aber kurz nach Ablauf der Zeit.
Blöd gelaufen....
Tag 2:
Bis auf den Starkregen wars gut. Die Strecke war zum Anfang etwas schneller. Ich konnte schnell Kilometer machen. Dann wurde es technischer. Dank des Regens war alles rutschig. Aber ich kämpfte mich durch. Nach 6h auf dem Bike hab ich dann meinen Kühler bei einem Sturz völlig zerstört. Leider ließ sich das nicht vor Ort reparieren. Somit Ende Tag 2.
Tag 3:
Starkregen. 5km Runde klingt nicht viel. Es war aber verdammt hart. Flussbetten, 3m hohe Felswände, rutschige Holzrampen, lockere steile Auffahrten uvm. Ich bin froh es unverletzt aus dieser Runde geschafft zu haben. Das war wirklich krank.
Einige heftige Stürze, viele blaue Flecken und drei Tage absoluter Kampf bis zum Schluss.
Genau das macht diesen Sport aus. Niemals aufgeben, immer weiterfahren und Lösungen finden, egal was passiert.
Ich konnte 2x den Tagessieg der Damenklasse einfahren und 1x den 2. Platz in der FIM WM Wertung. Am Ende reicht es für Platz 2 in der Gesamtwertung der Weltmeisterschaft.
Ich bin unglaublich dankbar und glücklich über dieses Ergebnis nach so einem Wochenende.
Da sich am WM-Rennkalender etwas verändert hat, kann ich leider noch nicht genau sagen, was das nächste Rennen sein wird. Seid gespannt, denn Fortsetzung folgt!





