// MC Augsburg bei der Krka Enduro Raid 2026
MC Augsburg bei der Krka Enduro Raid 2026
„Einfach fahren, durchkommen – und plötzlich auf dem Podium“
Die Krka Enduro Raid ist kein Rennen wie jedes andere – und genau so beschreibt es auch Anja Biethahn vom MC Augsburg, die das Wochenende in Kroatien noch immer sichtlich beeindruckt Revue passieren lässt.
„Wir sind angekommen und Primošten war eigentlich noch im Vorsaison-Modus – ruhig, entspannt, fast verschlafen“, erzählt sie. „Und dann kommen plötzlich über 600 Fahrer mit Teams und Begleitung in den Ort und alles wird lebendig.“
Der kleine Küstenort zeigte sich dabei von seiner besten Seite: Sonne, rund 18 Grad, strahlend blauer Himmel. Perfekte Bedingungen – trotz staubiger Strecken. „Es hatte lange nicht geregnet, die Strecken waren extrem trocken. Gerade bei den schnellen Passagen war die Sicht teilweise schwierig – da musste man echt konzentriert bleiben.“
Zwei Tage, die alles abverlangen
Am Freitag warteten rund 140 Kilometer, am Samstag nochmal etwa 100 Kilometer – gespickt mit jeweils zwei Special Tests im Gelände und dem spektakulären Beach Race am Ende des Tages.
„Die Specials waren abwechslungsreich – manchmal schnell, aber überwiegend technisch und steinig. Aber das Schwierige ist eigentlich nicht eine einzelne Stage“, sagt Anja. „Es ist die Dauer. Du bist stundenlang unterwegs und musst trotzdem immer wieder auf den Punkt da sein.“
Gerade das mache die Krka Raid so besonders:
„Es geht nicht nur um Speed. Du musst dir deine Kräfte einteilen, essen, trinken, dich auf den Track und dein GPS konzentrieren – und vor allem mental stabil bleiben.“
Der Kampf im Kopf
Mit jeder Stunde auf dem Bike wurde die Herausforderung größer. „Du merkst irgendwann, wie die Konzentration nachlässt. Und genau dann passieren auch Fehler“, beschreibt sie ehrlich.
Doch genau hier zeigte sich ihre Stärke: cool bleiben, weiterfahren, nicht überziehen.
„Ich bin eigentlich ohne große Erwartungen gestartet. Mein Ziel war wirklich: sauber durchkommen insbesondere durch die harten Sektionen und das Wochenende genießen.“
Die Überraschung am Ende
Dass am Ende Platz 3 in der Damenklasse stehen würde, damit hatte sie selbst am wenigsten gerechnet.
„Ich konnte es ehrlich gesagt kaum glauben. Ich habe mich einfach nur gefreut, dass alles gut funktioniert hat – und plötzlich stehst du da auf dem Podium.“
Ihre Beschreibung macht schnell klar: Hier ging es nie nur ums Ergebnis.
„Für mich war das ganze Wochenende ein Erlebnis. Die Strecke, die Atmosphäre, die Leute – das ist einfach etwas Besonderes.“
Teamgeist und starke Leistungen
Auch ihre Teamkollegen vom MC Augsburg meisterten die Herausforderung erfolgreich:
- Helmut Sippel – Platz 22 Ü50 (206 Teilnehmer)
- Emil Weide – Platz 33
- Anton Tyll - Platz 105
Overall, 544 Teilnehmer
„Jeder hat hier seinen eigenen Kampf gehabt – und jeder, der ins Ziel kommt, kann wirklich stolz sein.“
Mehr als nur ein Rennen
Was bleibt, ist nicht nur ein Podestplatz, sondern ein Wochenende voller Eindrücke: Staubige Trails, lange Tage im Sattel und ein Ort, der für ein paar Tage zum Zentrum der Enduro-Welt wurde.
„Die Krka Raid ist einfach anders“, sagt Anja zum Abschluss. „Es ist kein reines Rennen – es ist ein Abenteuer. Und ich bin einfach glücklich, dass ich das erleben durfte.“
Und ein paar Bilder für die Daheim gebliebenen gibt's auch noch ;-)




