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MC Augsburg holt mit sechs Fahrern 13 Podiumsplätze

Die rund 20 Minuten lange Runde bot alles, was echtes Enduro ausmacht. Bei Temperaturen nahe der 30-Grad-Marke verwandelten kräftige Regenschauer zahlreiche Passagen in rutschige, tiefe und kräftezehrende Sektionen. Besonders in den Waldstücken entstanden tiefe Spurrillen, glatte Auffahrten und Schlammlöcher, die den Teilnehmern alles abverlangten.

Der 4-Stunden-Endurosprint wurde als Doppellauf ausgetragen. Nach der Rekordstarterzahl von über 150 Fahrern entwickelte sich an beiden Tagen ein hochklassiger Wettbewerb – mit einem starken Auftritt des MC Augsburg.

Am ersten Tag war der MC Augsburg mit fünf Fahrern am Start. In der Klasse Ü40 sicherte sich Bernd Preisser nach überstandener Trainingsverletzung einen starken zweiten Platz. Rene Albrecht fuhr in der Elektroklasse ebenfalls auf Platz zwei. Anja Biethahn gewann die Damenklasse, Peter Staudigl holte sich den Sieg in der Klasse Ü60 und Helmut Sippel siegte in der Elektroklasse.

Am zweiten Tag standen dann sechs Fahrer des MC Augsburg am Start – und alle schafften den Sprung aufs Podium. Anton Tyll belegte Platz zwei in der Klasse Enduro 2, Bernd Preisser wurde erneut Zweiter in der Ü40, Peter Staudigl gewann wieder die Ü60, Anja Biethahn holte erneut Platz eins bei den Damen, Rene Albrecht siegte in der Elektroklasse und Helmut Sippel komplettierte das starke Ergebnis mit Platz zwei in der Elektroklasse.

Damit sammelte der MC Augsburg allein in den beiden Endurosprint-Läufen beeindruckende elf Podestplätze.

Gewitter verwandelt CrossCountry-Lauf in Schlammschlacht

Für die Teilnehmer des 3-Stunden-CrossCountry-Rennens wurde das Wochenende zu einer ganz besonderen Herausforderung. Pünktlich zum Start am Samstagnachmittag öffnete der Himmel seine Schleusen und ein kräftiges Gewitter zog über das Veranstaltungsgelände.

Innerhalb kürzester Zeit veränderten sich die Streckenbedingungen komplett. Während die Fahrer am Vormittag noch mit vergleichsweise guten Bedingungen unterwegs waren, verwandelten sich zahlreiche Passagen nun in rutschige und tief ausgefahrene Schlammlöcher. Besonders die erste Rennstunde verlangte den Teilnehmern alles ab.

Mit zunehmender Renndauer beruhigte sich das Wetter wieder und die Strecke begann stellenweise abzutrocknen. Dennoch blieb das Rennen bis zum Schluss eine echte Kraftprobe.

Auch hier war der MC Augsburg erfolgreich vertreten. Anton Tyll wurde Zweiter in der Klasse Enduro 2. Peter Staudigl erreichte Platz vier in der Klasse Ü60. Das Team Preisser/Albrecht belegte Platz neun in der Teamwertung. Anja Biethahn setzte ihre beeindruckende Erfolgsserie fort und gewann auch im CrossCountry-Rennen die Damenklasse.

Damit standen am Ende des Wochenendes für den MC Augsburg insgesamt 13 Podiumsplätze zu Buche – ein herausragendes Ergebnis unter extrem schwierigen Bedingungen.

Stimmen der Fahrer

Bernd Preisser:
„Ein durchaus zufriedenstellendes, aber auch sehr anstrengendes Wochenende mit acht Stunden Fahrzeit liegt hinter mir. Die Regenschauer machten die Strecke tief und wahnsinnig rutschig, und wenn es nicht geregnet hat, kamen noch Temperaturen von über 30 Grad dazu. Trotz einer ausgefallenen Vorderradbremse bin ich mit meinen zwei zweiten Plätzen sehr zufrieden.“

Anja Biethahn:
„Bogatynia 2026 – was für ein Erlebnis! Wenn mir vor dem Wochenende jemand gesagt hätte, dass ich nach insgesamt elf Stunden Rennzeit mit drei Pokalen nach Hause fahre, hätte ich wahrscheinlich nur müde gelächelt.

Das Wetter hat es dieses Mal wirklich extrem spannend gemacht. Nach den heftigen Gewittern haben sich die polnischen Wälder in eine absolute Rutschbahn verwandelt. Tiefe Spurrillen, extrem glatte Auffahrten und Bedingungen, bei denen ich immer wieder staune, was unsere Motorräder können. Körperlich und mental war das definitiv eines der härtesten Wochenenden seit Langem.

Das Programm hatte es in sich: Am Samstag ging es direkt mit den ersten vier Stunden Endurosprint los, gefolgt von drei Stunden CrossCountry, bevor am Sonntag noch einmal die finalen vier Stunden Endurosprint auf dem Plan standen. Am Ende hieß es einfach nur: Zähne zusammenbeißen und durchziehen!

Dass es am Ende in allen drei Läufen für den ersten Platz in der Damenklasse gereicht hat, macht mich unglaublich stolz und glücklich.

Ein ganz besonderes Dankeschön geht an meinen Partner Helmut. Er hat mich das ganze Wochenende über bedingungslos unterstützt und mich durch den Schlamm gepusht. Seine Kommandos wie ‚Füße auf die Rasten!‘, ‚Mehr Gas!‘ oder ‚Ein Stück zurück und loooos!‘ klingen mir heute noch in den Ohren – aber genau das hat mich durchziehen lassen. Danke auch an alle anderen, die mich an der Strecke angefeuert und unterstützt haben.

Jetzt heißt es erst einmal: Bike putzen, Lumpenservice – da ist einiges zu tun!“

Anton Tyll:
„Aus meiner Sicht war es eine harte Veranstaltung. Am Samstag waren vor allem der rutschige Boden, eine schwierige Auffahrt und die Hitze eine echte Herausforderung. Am Sonntag ging es dann darum, die sieben Runden zu schaffen. Ich war sehr glücklich, überhaupt durchgekommen zu sein – sogar als Letzter, der die volle Fahrzeit geschafft hat.“

Fazit

Bogatynia zeigte sich an diesem Wochenende von seiner härtesten Seite. Hitze, Gewitter, Schlamm, tiefe Spurrillen und lange Fahrzeiten verlangten den Teilnehmern alles ab. Der MC Augsburg bewies dabei Kampfgeist, Ausdauer und starke Nerven.

Mit sechs Fahrern, 13 Podiumsplätzen und zahlreichen starken Einzelleistungen war das Wochenende in Polen ein voller Erfolg für den MC Augsburg.

 

 

 

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