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// Mein erstes Mal…

Fred Fiedler hatte mich dazu überredet (er bevorzugt den Begriff 'überzeugt') beim Süd-Klassik Trial Rosenheim mit zu fahren. Nach der Veranstaltung drückte er mir (so nebenbei) den Auftrag einen Bericht zur Veranstaltung, aus der Sicht einer „Ersttäterin“, zu schreiben aufs Auge. Hier ist er:

Wir (Fred & Elisabeth, Georg & ich) trafen uns schon am Freitagabend auf einem nahe gelegenen Campingplatz. Natürlich war ich schon ziemlich aufgeregt! Fred versuchte mich zu beruhigen mit: „…wirst sehen die Süd Klassik ist entspannt und leichter als der Alpenpokal…“

Ich bevorzugte Gregs Tipp: „Trink ein, zwei Bier und schon bist du die Ruhe selbst!“

Samstagmorgen, nach einem kurzen Frühstück, gings zum Steinbruch. Meine Aufregung hatte wieder voll zugeschlagen…aber jetzt ein Bier? Nein, das geht dann wirklich zu weit!

Im Steinbruch trafen wir Jacek, Reiner und Sabine, die uns schon mal erste Infos zu den Sektionen gaben: „ Die 15 Sektionen sind heuer sehr anspruchsvoll und ca. doppelt so lang wie sonst.“ Ich dachte nur: „ Ja Pfriml!!! Und das gleich beim ersten Mal!“ Diese Infos trugen nicht gerade dazu bei, meine Nervosität zu mildern, im Gegenteil, jetzt fingen auch noch die Hände an zu zittern!

Sabine hatte die Notbremse gezogen und sich nicht angemeldet, auch aus dem Grund, dass für den Nachmittag Starkregen angesagt war und die Waldsektionen dann nicht mehr lustig wären!

No risk no fun, ich habe mich in der roten Spur nennen lassen. Danach hat Fred mit mir die Sektionen angesehen und schon mal erste Tipps gegeben. Ca. nach der 5ten Sektion war ich plötzlich tiefenentspannt -wirklich-! Nachdem ich gesehen habe, dass es in jeder Sektion ein bis mehrere Stellen gab, bei denen die Latte für mich sehr hoch gesteckt war, galt nur noch: Probieren, -Punkte egal!

Obwohl Fred und Reiner in der schwarzen Spur genannt waren, war es möglich, dass wir zusammen in einer Gruppe fahren konnten. Was für mich als unerfahrene „Ersttäterin“ sehr, sehr erfreulich war, denn vertraute Gesichter beruhigen einen einfach!!

Fred hatte Georg als Wasserträger bei sich eintragen lassen und kommentierte das: „… Ich hab zum ersten Mal einen Wasserträger! Hi-hi-hi.“ Für uns hatte das mehrere Vorteile: Mich versorgte er mit Wasser, für das Team übernahm er das Ausfüllen der Punktekarte und nebenbei hielt er unsere Heldentaten als rasender Fotograf fest!

Nach der Fahrerbesprechung und Gruppeneinteilung gings los! Am Anfang empfand ich es als ziemlich hektisch, zwar gab es freie Sektionswahl aber da es ca. 23 Gruppen auf 15 Sektionen gab, musste man immer wieder anstehen und obwohl die jeweilige Gruppe die Sektionen zusammen befahren sollte, gabs immer welche die sich dazwischen drängelten.

Da die Sektionen seeehr lang und bergauf-bergab waren, gleichte schon das Ablaufen einem Fitnessprogramm!!! Und dann auch noch fahren….puh!

Aber es lief ganz gut, nach meiner ersten 2Punkte Sektion kam auch mein Ehrgeiz wieder zurück, vielleicht doch nicht alle Sektionen mit 5 Punkten abzuschließen!

Am Ende des ersten Durchgangs hatte ich sogar eine Sektion mit 0 geschafft! Jubel!!!

 

Ehrlich gesagt, ich war nach dem ersten Durchgang platt!! Körperlich sowie geistig! Wir hatten ca. 3 Std. dafür gebraucht… o.k., wir waren nicht die schnellsten….

Pünktlich zu unserem zweiten Durchgang Öffnete Petrus die Schleusen - ganz! Ab da ging alles sehr schnell!

Erste Sektion: 5 Punkte, zweite: 5 Punkte, dritte: 3 Punkte (ups, wie könnte das geschehen?), vierte: 5 Punkte…. Es war für mich und auch für manch andere nicht mehr fahrbar, vor allem die Wald/Wurzelsektionen. Alles durchnässt, Klamotten, Handschuhe, Spritzer auf der Brille (wo ist die Spur?), Glitsch und Matsch! Kampf!

Reiners Moped nahm einen technischen Schaden, lief nimmer so recht, Fred stürzte und bekam einen schmerzhaften Oberschenkelkrampf, sein Moped wollte danach auch nicht mehr und warf den Gummi des Gasgriffs ab (nicht mehr zu befestigen!).

Und ich….? Ich war ganz tief in meinem Innersten nicht ganz unzufrieden damit, dass wir uns entschieden, die übrigen Sektionen mit 5 zu knipsen und zum Fahrerlager zurück zu fahren um trockene, warme Klamotten anzuziehen und etwas zu essen und trinken!

Obwohl wir MCA'ler uns diesmal nicht wirklich mit Ruhm bekleckert haben, fanden sich ein paar Namen in der Wertungsliste:

Jacek: Klasse Twinshock, grüne Spur : Platz 5 (genau in der Mitte)

Fred : Klasse LUMO, schwarze Spur: Platz 3 (von 3)

Ich : Klasse Modern, rote Spur : Platz 5 (von 6)

 

Fazit: Es hat mir sehr gut gefallen, trotz dem Regen! Ich habe fahrtechnisch neues gelernt (anderes Gelände). Das Fahren in den mit Bändern abgesteckten Sektionen ist einfach nochmal ganz anders als bei uns im Training mit den Hütchen! Rundherum gabs nette Menschen, die auch immer mal nen Tipp hatten, die Veranstalter sorgten für gute Laune und Verpflegung.

Besonders möchte ich mich bei Fred bedanken, der immer an mich geglaubt hat (…“du schaffst das“…) und mich mit seiner ruhigen Art durch diesen aufregenden Tag begleitet hat!

 

Da ich jetzt Blut (Anmerkung der Redaktion: Benzin) geleckt habe, werde ich keine „Einzeltäterin“ bleiben…..!

 

Moni Blumreiter


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